……ist dabei!!!!!

„Verband der deutschen Keramikstädte gegründet!!!“

Es war bereits im vergangenen Jahr als sich im Rahmen des Europäischen Keramikmarktes 2015, am Samstag, 6. Juni 2015, auf Einladung der Stadt Höhr-Grenzhausen die Vertreter zahlreicher Keramikstädte im CeraTechCenter über aktuelle Themen ausgetauscht haben.

An dem Netzwerktreffen haben 21 Vertreter aus den Kommunen Brachttal, Brühl, Höhr-Grenzhausen, Karlsruhe, Kellinghusen, Landshut, Mettlach, Neumünster, Ransbach-Baumbach, Rheinsberg, Römhild, Selb und Siegburg teilgenommen.

Foto Natalie Simon
Foto Natalie Simon

Für die Keramikstadt Kellinghusen nahmen neben dem Bürgermeister Axel Pietsch als Vertreterinnen des Keramik Centrums Kellinghusen Frau Mehrens-Alfer und Frau Nürnberg teil.

In einem intensiven Erfahrungsaustausch wurden Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ausgelotet und Wege diskutiert, das kulturelle Keramikerbe und die vielfältigen Strukturen an den Standorten mit Blick auf die Zukunft weiterzuentwickeln.

Die Teilnehmer haben dabei vereinbart, die Kooperation zwischen den Kommunen stärker auszubauen, um den Strukturwandel in Keramikkunst und -handwerk gemeinsam zu gestalten.

Als Ergebnis des Treffens haben sich 14 der teilnehmenden deutschen Keramikstädte darauf verständigt, ein nationales Netzwerk in Form eines „Verbandes deutscher Keramikstädte“ zu gründen.

Die Initiative zum Aufbau eines solchen Verbandes war von der Stadt Höhr-Grenzhausen ausgegangen.

Die Kommunen, die samt sonders eine lange keramische Tradition verbindet sahen in der geplanten Vereinigung übereinstimmend die Chance, eine gemeinsame keramische Identität zu entwickeln und die Möglichkeit, so den anstehenden Herausforderungen effektiver begegnen zu können.

Noch im Herbst 2015, so der Plan, sollte der Verband bei einer Gründungsversammlung aus der Taufe gehoben werden.

Das verabredete Themenspektrum des Verbandes soll dabei neben dem regelmäßigen Austausch über aktuelle Themen auch gegenseitige Besuche sowie gemeinsame Projekte und Ausstellungen umfassen.

Geplant sind darüber hinaus auch eine gemeinsame Vermarktung, Interessenvertretung, eine Vernetzung nach Europa, die Gewinnung von Fördermitteln und eine gemeinsame Lobbyarbeit.

Weitere Herausforderungen für den künftigen Verband soll die Bewahrung des  kulturellen Erbes, die Erschließung neuer Zielgruppen, der Erhalt und die Stärkung der wirtschaftlichen Grundlagen der Keramiker und die intensive Kommunikation der Attraktivität der Keramik sein.

Es wurde ferner verabredet, dass  der zu gründende Verband auch Mitglied im Europäischen Verband für territoriale  Zusammenarbeit „Städte der Keramik“ (AEuCC) werden wird, in dem bereits die bestehenden nationalen Netzwerke Italiens, Frankreichs, Spaniens und Rumäniens organisiert sind.

Wertvolle Anregungen und Ratschläge für die Schaffung eines nationalen Netzwerkes wurden durch Giuseppe Olmeti gegeben, der als Generalsekretär des AEuCC aus dem italienischen Faenza angereist war und hat über die Erfahrungen anderer europäischer Länder und aktuelle transnationale Projekte berichtet.

Abschließend wurde beschlossen in den darauf folgenden Monaten die Gründung eines nationalen Verbands vorzubereiten, der gemeinsame Projekte auf den Weg bringen und die Interessen der Keramikstädte vertreten soll.

Denn bevor eine Gründung erfolgen konnte, gab es noch einiges vorzubereiten:

Eine Mustersatzung musste ebenso ausgearbeitet werden wie eine erforderliche Zahlungsstruktur.

Die Verantwortung für entsprechende Planungen und Vorbereitungen übernahm die Verwaltung der Stadt Hör-Grenzhausen.

Und da auch die Vertreter der Keramikstädte, darunter auch die Vertreter der Stadt Kellinghusen, zuvor natürlich auch noch mit ihren Gremien zu Hause Rücksprache halten mussten, gab es bis zum geplanten Gründungstermin auch auf dieser Eben noch eine Menge zu klären und letztendlich zu beschließen.

Der Bürgermeister Michael Thiesen der Stadt Höhr-Grenzhausen zog abschließend  ein rundum positives Fazit zu dem Treffen:

„Wir freuen uns über die große Resonanz auf unsere Initiative. An diesem Wochenende ist deutlich geworden, dass wir durch die Keramik geprägten Kommunen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Wenn diese gemeinsam angegangen würden, profitiere am Ende jeder“

Nach intensiven Vorbereitungen war es dann Mitte November 2015 soweit:

Acht Kommunen, darunter die Stadt Kellinghusen, gründeten am  22.11. 2015 den

„Verband der deutschen Keramikstädte.“

Zur Gründungsveranstaltung  nach Mettlach eingeladen hatte der Bürgermeister der Gemeinde Mettlach, Carsten Wiemann.

Er begrüßte die Vertreter der acht Kommunen auf Schloss Saareck, das als Gästehaus der Villeroy & Boch AG mit zahlreichen keramischen Bezügen einen würdigen Rahmen bot.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten

  • die Gemeinde Brachttal
  • die Samtgemeinde Duingen
  • die Stadt Höhr-Grenzhausen
  • die Stadt Landshut
  • die Gemeinde Mettlach
  • die Stadt Römhild
  • die Ortsgemeinde Siershahn
  • und die Stadt Kellinghusen
Foto: Josef Hammenstede
Foto: Josef Hammenstede

Teilnehmer der Gründungsversammlung (von links): Giuseppe Olmeti vom Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit der Keramikstädte (AEuCC); Michael Voigt, Wirtschaftsförderer der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen; Christoph Stürz, Bürgermeister der Gemeinde Brachttal; Carsten Wiemann, Bürgermeister der Gemeinde Mettlach; Axel Pietsch, Bürgermeister der Stadt Kellinghusen; Michael Thiesen, Bürgermeister der Stadt Höhr-Grenzhausen; Alwin Scherz, Bürgermeister der Ortsgemeinde Siershahn; Uta Spies, Kulturbeauftragte der Stadt Landshut; Udo Arndt, Förderverein des Ofen- und Keramikmuseums Velten; Maike Arndt, Vertreterin der Kommune Velten; Jan-Pieter Rau, Bürgermeister der Stadt Rheinsberg; Rheinhard Keitel, Vertreter der Stadt Römhild und Dirk Borovka, Vertreter der Samtgemeinde Duingen.

Andere Gemeinden haben bereits ihr Interesse bekundet. So ist beispielsweise die Ofenstadt Velten unmittelbar nach Gründung dem Verband beigetreten.

Die Stadt Kellinghusen wurde vertreten durch den Bürgermeister der Stadt, Axel Pietsch, der die Beitrittserklärung der Stadt Kellinghusen überbrachte.

Michael Thiesen, der als Bürgermeister der Stadt Höhr-Grenzhausen, der als Initiator des neugeschaffenen nationalen Städteverbandes zum Ersten Vorsitzenden gewählt wurde, freute sich über die große Resonanz:
„Uns als Kommunen vereint die keramische Tradition, ein gemeinsames kulturelles Erbe. Wir alle stellen uns aktiv dem Strukturwandel in der Keramik. Es ist wichtig, diese Kräfte zu bündeln und von den Erfahrungen der Kollegen zu lernen.“

Ebenfalls in den Vorstand gewählt wurden zum stellvertretenden Vorsitzenden Carsten Wiemann sowie Christoph Stürz als Bürgermeister der Gemeinde Brachttal und Axel Pietsch als Bürgermeister der Stadt Kellinghusen.

Im Zuge der Gründungsveranstaltung betonten die acht Gründungsmitglieder das gemeinsame Ziel, den Austausch zwischen den Kommunen zu verstetigen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Diese sollen unter anderem eine stärkere Vernetzung der lokalen Aktivitäten, eine gemeinsame Arbeit am Image der Keramik, die Förderung von Kunst sowie die Pflege des gemeinsamen kulturellen Erbes beinhalten. Bestandteil der Verbandsarbeit wird dabei die internationale Positionierung und Vernetzung der deutschen Keramikstädte sein.

Aus Italien war erneut Giuseppe Olmeti vom Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit der Keramikstädte (AEuCC) zur Gründungsversammlung angereist.
Er überbrachte den deutschen Kollegen Glückwünsche und berichtete über aktuelle Pläne für transnationale Projekte in Europa.

Quellen: Homepage des CeraTechCenter; Westerwälder Zeitung-Rhein-Zeitung; Gelnhäuser Tageblatt; Homepage der Ofenstadt Velten; leinetal24.de
Fotos: Josef Hammenstede; Natalie Simon

 

Keramikstadt Kellinghusen …….

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